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Der BDF und die Niedersächsischen Landesforsten

Es gilt anzuerkennen, dass seit der Gründung der NLF viele positive Entwicklungen eingeleitet wurden und es eine Kultur des grundsätzlichen Vertrauens und der Unterstützung der Beschäftigten gibt! Auf dieser Basis gilt es auf wichtige Themenfelder aufmerksam zu machen.

Dies geschieht im Ausschuss "NLF", dessen Leiterin Katharina Blass ist.

Die Einsparung von Dienstposten und Arbeitsplätzen muss aufhören!

Die enormen Einsparungen der letzten 20 Jahre, der Zuwachs vor allem an qualitativ anspruchsvollen Aufgaben (Naturschutz, Zertifizierung, Pflanzenschutz etc.),  machen es den Beschäftigten – vor allem den älteren Kolleginnen und Kollegen -  schwer, Anspruch und Wirklichkeit in Einklang zu bringen.

So positiv es ist, dass mit Blick auf massive Personalabgänge in den nächsten Jahren schon jetzt vorgezogene Neueinstellungen erfolgen, so wichtig ist es,  Verlässlichkeit und Ruhe in die Organisationsstrukturen zu bringen und die Arbeitsbelastung nicht weiter zu steigern.

Es ist schön, die vielen neuen Gesichter unter dem Forsthut (oder der Mütze…) zu sehen: die jungen Kolleginnen und Kollegen bringen die gleiche Qualifikation und Einsatzbereitschaft und Identifikation mit dem Forstberuf mit, wie die älteren.

Bedauerlicherweise halten die Landesforsten daran fest, keine neuen Verbeamtungen vorzunehmen. So sehr wir die neue tarifvertragliche Regelung begrüßen, dass nun im gehobenen Dienst eine numerische Gleichstellung von „A zu E“ (konkret: A 11 = E 11) erfolgt, so sehr bedauern wir, dass damit eine immer noch erhebliche Netto-Gehaltsdifferenz zu den beamteten Forstleuten verbleibt. Im höheren Dienst ist das Ergebnis noch ungünstiger: die angestrebte Verbesserung im Wege von Arbeitsplatz-Höherbewertungen ist wenig transparent und verlässlich – und tarifrechtlich fragwürdig.

Zugesagt wurde dem BDF im Sommer letzten Jahres von der Leitung der NLF, dass zumindest die tarifvertraglichen Zuschlags- und Zulagenregelungen z. B. bei Dienst zu ungünstigen Zeiten endlich angewendet werden sollen. Die Umsetzung steht allerdings bis heute aus.

In vielen Bereichen sind Dienstpostenbewertungen angehoben worden – bei den Revierleitungen sind sie so schlecht wie lange nicht.

Gab es vor den Forstreformen rd. 26 A 12 Förstereien, sind es derzeit nur noch 2.

Der Abbau des Beförderungsstaus vor allem nach A 11 ist nicht hochgenug einzuschätzen – allerdings muss die Perspektive vor allem für Reviere mit Sonderaufgaben wie z. B. der Anwärterausbildung oder anderen herausgehobenen Verantwortungsbereichen besser werden: Leistung muss sich auch hier lohnen!

Unsere Aufgabe ist es aber auch, die Arbeit der Landesforsten und aller daran Mitwirkenden gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu vertreten. Das machen wir gerne und mit der Überzeugung, dass der Landeswald bei uns in guten Händen ist!

Kontakt

Katharina Niebel

Leiterin des Ausschusses "NLF"

Kirchstr. 8a
29690 Gilten

Verwaltungsangestellte

Nichts geht ohne sie – kein Vorgang der nicht gebucht, bearbeitet, archiviert werden muss. Und dass ist meist die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen in den Verwaltungsbereichen wie z. B. den Forstamtsbüros. Eine tarifgerechte Eingruppierung ist Pflicht – die Kür gerät leider allzuoft hier in Vergessenheit: Entwicklungsperspektiven müssen eröffnet werden.

Mit der Übertragung höherwertiger Aufgaben und Verantwortungsfelder würde die Leistung und der Entwicklungswunsch der Kolleginnen und Kollegen honoriert und gefördert und dem Wunsch nach beruflicher Weiterentwicklung entsprochen werden. Entwicklung sollte vor Ort möglich sein und darf nicht die Hürde eines aufwendigen Familienumzuges zur Folge haben.

Kontakt

Nicole Siee

Vertreterin Verwaltungsangestellte

Kurze Str. 2
30938 Fuhrberg

Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister

Sie tragen im wahrsten Wortessinn die größte Last der Waldarbeit, die nach wie vor zu den schwersten und risikoreichsten Berufen gehört.


Wir sehen als sehr wichtig an, dass die Waldarbeit abwechslungsreich gestaltet wird, damit sich Belastungen verteilen und Regenerationsphasen gewährleistet sind. Dies muss geschehen, „bevor es zu spät ist“, d. h. schon bei den jungen Kolleginnen und Kollegen. Ergonomisch gute Arbeitsplätze müssen vermehrt geschaffen werden wie auch besondere Aufgaben und Verantwortungsbereiche für besonders qualifizierte Forstwirte oder Forstwirtschaftsmeister gefunden werden müssen um Chancen für die berufliche Weiterentwicklung zu geben.

Leistungsanreize wie Prämien (kein Akkord!!!) oder Zulagen müssen verstärkt genutzt werden um Anreize für innovatives Arbeiten zu schaffen. Ein spezielles Exkursionsprogramm für diese Berufsgruppe sollte etabliert werden, um den Erfahrungsaustausch über Forstamtsgrenzen hinweg zu fördern.

Kontakt

Alexander Frese

Vertreter Forstwirte

Am Tarternbruch 2
38667 Bad Harzburg

News

Wald in Not - Borkenkäferkatastrophe in Niedersachsens Wäldern BDF schlägt Maßnahmenpaket vor

Erstellt von LV | | Allgemein

Der Bund Deutscher Forstleute, Landesverband Niedersachsen, hatte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast im August die Einberufung eines Krisengipfels vorgeschlagen. Dieser hat - wenngleich in sehr kleinem Kreis - dann auch stattgefunden. Die Situation im Wald hat sich seit August leider weiter dramatisch verschlechtert.

Mit Hilfe einer Umfrage unter Forstleuten in Niedersachsen (Ergebnisse unter www.bdf-nds.de) hat sich der BDF einen Überblick vom Ausmaß der Katastrophe und der damit einhergehenden Belastungen für das Forstpersonal verschafft. Danach sind bereits jetzt rd. 10.000 ha Wald vernichtet worden, die wieder bepflanzt werden müssen. Das allein bedeutet einen Schaden von 50 - 100 Mio. € für die niedersächsische Forstwirtschaft. Und darin sind noch nicht eingerechnet die Verluste aus dem Holzpreisverfall, den hohen Forstschutzaufwendungen und den drastischen Zuwachsverlusten.

Der BDF hat Schlussfolgerungen in dem beigefügten Maßnahmencluster zusammengestellt. Am 25. Oktober hatten wir die Gelegenheit, darüber mit Ministerin Otte-Kinast ins Gespräch zu kommen.

Die Kernforderungen des BDF sind:

·         Mehr Forstpersonal zur Schadenseindämmung, für die Wiederbewaldung und für die  Bearbeitung entsprechender Förderanträge,

·         keine weiteren Personal/-Stelleneinsparungen im forstlichen Außendienst bei den Landesforsten,

·         Investition etwaiger Überschüsse aus der Bewirtschaftung des Landeswaldes in die Wiederbewaldung,

·         Intensivierung der Forstlichen Forschung (Klimafolgenforschung-Wald)

 

Sehr positiv: die Ministerin hat die Problematik erkannt und ist angesichts des Ausmaßes erkennbar betroffen. Auch hat Ihr Ministerium bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen. Beispielsweise wurden die Richtlinien zur finanziellen Förderung der Wiederaufforstung praxisnäher gestaltet und auch erhebliche Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt.

Es war aber auch klar, dass damit noch längst nicht absehbar ist, wer die Schadensbewältigung leisten soll. Die Borkenkäferkatastrophe hat nach unserer Einschätzung in diesem Jahr erst ihren Anfang genommen. Milliarden kleiner Käfer überwintern jetzt meist in der Bodenstreu und warten auf das Frühjahr, um ihren Fraß fortzusetzen. Auch wenn in diesem Jahr vom Forstwirt bis zum Forstwissenschaftler bereits alle „alles gegeben haben“, ist ein Ende nicht absehbar. Die Planungen für April/Mai 2019 laufen, um die dann ausfliegenden Borkenkäfer möglichst abzufangen. Wir Forstleute sind uns aber einig, dass die Katastrophenbewältigung noch Jahre in Anspruch nehmen wird.

Trotz des hohen Engagements der Beschäftigten der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt reicht deren Zeit nicht für eine umfassende Beratung von Waldbesitzern und Forstleuten. Auch hier ist personelle und organisatorische Verstärkung unbedingt erforderlich, u. a. um die laufende Forschung zu den Folgen des Klimawandels auf den Wald zu intensivieren. Denn: Auf dem Acker kann die Saat im nächsten Jahr neu ausgebracht werden – im Wald investieren wir mit der Pflanzung eines Baumes für Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte!

 

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