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Studierendengruppe Göttingen

Die Studierendengruppe Göttingen ist auf Initiative des Bundes Deutscher Forstleute (BDF) entstanden und organisiert verschiedene Veranstaltungen für seine Mitglieder. Dazu gehören Vorträge, Besichtigungen und Exkursionen.

Des Weiteren setzt sich die BDF-Gruppe für die Interessen und Belange der Studentinnen und Studenten ein. Die Mitgliedschaft kostet für Studierende der Georg-August-Universität Göttingen und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim Holzminden Göttingen (HAWK) 12€/jährlich.

Für nähere Informationen über die Studierendengruppe sowie das Semesterprogramm steht Sprecher Alexander Neubohn (HAWK) gerne zur Verfügung.

Kontakt

Alexander Neubohn

Sprecher der Studierendengruppe Göttingen - HAWK

Hagener Straße 2
38440 Wolfsburg

News

Jahrestreffen der Regionalgruppe Weser-Ems

| News

Am Dörenberg im Landkreis Osnabrück ist jede Menge los – nicht nur durch die enge Verzahnung von Landes- und Privatwald, sondern vor allem auch wegen der regen Nutzung durch Mountainbiker und andere Erholungssuchende. Genau diesen Treffpunkt hatte sich Anfang Oktober die Regionalgruppe Weser-Ems für ihr jährliches Treffen ausgesucht.

Jochen Schulze Pellengahr konnte am Wanderparkplatz Urberg/Grafensundern mehr als 40 interessierte Forstleute aus NLF, LWK und dem Großprivatwald begrüßen. „Besonders erfreulich war die große Alterspanne. Neben aktiven RevierleiterInnen und Pensionären waren auch mehrere Schülerpraktikanten und Studenten bei der Exkursion mit dabei“, sagt Jochen Schulze Pellengahr, der die Regionalgruppe Weser-Ems seit rund 10 Jahren leitet und jüngst auch den Vorsitz der BDF-Landesgruppe übernommen hat. 

Für den fachlichen Rahmen des Treffens sorgten Jens Kohlbrecher (NLF, Revier Iburg) und Friedrich Gleissner (LWK, Bezirksförsterei Georgsmarienhütte). Die beiden Forstmänner sind seit Jahrzehnten rings um den Dörenberg tätig und haben insbesondere in den Kalamitätsjahren 2018 bis 2022 eng zusammengearbeitet. Durch die zügige Aufarbeitung des Windwurfes nach Sturm Friederike 2018 und nachfolgender Käferlöcher konnte ein beachtlicher Teil der Fichte gehalten werden. „Im Privatwald ist das nicht zuletzt auch dem Einsatz mehrerer Eigentümer zu verdanken, die sich aktiv am Borkenkäfer-Monitoring beteiligt haben“, berichtet Friedrich Gleissner. Vielfach stockt die Fichte am Dörenberg auf hoch anstehendem Grundgestein, entsprechend gering ist der Wasserspeicher. „Dass wir die erste Käfergeneration erfolgreich bekämpfen konnten, hat uns gerettet“, ergänzt Jens Kohlbrecher. So sind statt großen Freiflächen vielfach nur kleinere Lücken in den Beständen entstanden. 

Erfreulicherweise verjüngt sich hier nicht nur Fichte, sondern teilweise auch Japanlärche. Begünstigt wird das Wachstum der nächsten Waldgeneration durch insgesamt drei Kalkungen in den vergangenen 40 Jahren. Die Wiederaufforstung ist ebenfalls in vollem Gange, durch Initialpflanzungen sollen weitere Baumarten in die Bestände eingebracht werden. „Die bunte Mischung sorgt in Zukunft für mehr Stabilität. Wir können nicht einfach überall Douglasie pflanzen, sonst stehen wir später wieder vor dem selben Problem wie zuletzt mit den Fichten“, macht Jens Kohlbrecher deutlich. 

Neben dem fachlichen Teil bot sich auf der Exkursion auch die Gelegenheit zum intensiven Austausch, am Hermannsturm luden dazu Kaffee und Kuchen ein. „Es ist wichtig, dass wir diese Treffen nutzen, um uns zu vernetzen und auszutauschen. Schließlich arbeiten wir im Grunde am selben Arbeitsort, nur eben teilweise bei anderen Arbeitgebern. Der Perspektivwechsel kann ein großer Gewinn sein. Manche Dinge ähneln sich auch durchaus – egal ob LWK, NLF oder Großprivatwald. Über die große Teilnehmerzahl habe ich mich sehr gefreut“, zieht Jochen Schulze Pellengahr ein Resümee.

Carl Hesebeck

alle Fotos: Björn Staggenborg

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