AnwärterInnen-Evaluation 3.0 der BDF-Jugend Niedersachsen
Die BDF-Jugend des Landesverbands Niedersachsen hat erneut die Evaluation der aktuellen AnwärterInnen-Ausbildung durchgeführt. Ziel dieser Untersuchung war es, die Qualität und Relevanz der Ausbildung für zukünftige Forstfachkräfte zu prüfen und mögliche Verbesserungen aufzuzeigen.
Die Evaluation wurde zum Ende der Ausbildung des vergangenen Jahrgangs 2023/2025 abgefragt. Dabei standen die einzelnen Ausbildungsabschnitte Revierzeit, Forstamt, Lehrgänge, Prüfungszeit und allgemeine Punkte zur Ausbildung und zur Umfrage im Mittelpunkt.
Wichtigste Erkenntnisse
Die Ergebnisse zeigen, dass die Ausbildung grundsätzlich gut aufgestellt ist und die meisten Absolventinnen und Absolventen gut auf die Herausforderungen in der Forstwirtschaft vorbereitet sind. Besonders die praktische Ausbildung im Wald wurde als äußerst wertvoll hervorgehoben.
Nach der ersten Evaluation des Jahrgangs 2021/2023 wurden Gespräche mit den beiden Ausbildungsbehörden (ML und LWK) geführt. Diese führten bereits dazu, dass sich im laufenden Jahrgang 2024/2026 einige Dinge verbessert haben. Hierzu zählt beispielsweise die Beschleunigung der Reisekostenabrechnung bei der LWK durch die Einbindung in das interne Reisekostensystem. Die Betreuung der „Nord-/Süd-Exkursion“ wurde ebenfalls angepasst, um die Ausbildung zwischen den beiden Behörden weiter anzugleichen. In den Gesprächen mit dem aktuellen Ausbildungsjahrgang wurde allerdings für diesen Punkt weiterhin Verbesserungspotenzial identifiziert.
Weitere Negativpunkte waren gerade bei den ML-Anwärterinnen und Anwärtern eine zu späte Information über die Einstellung und infolgedessen eine schlechte Unterstützung bei der Wohnungssuche. Das ML sagte bereits 2023, dass die Forstämter darüber frühzeitig informiert werden. Problematisch bleibt es allerdings bei den Leuten auf den Nachrückeplätzen.
Appell von den Ausbildungsbehörden
Deutliche Kritik gab es beim gemeinsamen Termin mit den Ausbildungsbehörden. Die Bewerbungsunterlagen seien teils unvollständig und die Bewerberinnen und Bewerber darüber hinaus schlecht zu erreichen. Des Weiteren erfolgt eine Rückmeldung für oder gegen einen Ausbildungsplatz sehr spät, da die Personen vielleicht auf einen „Wunsch-Ausbildungsplatz“ bei anderen Ausbildungsbehörden spekulieren. Im Sinne der Fairness und um das ganze Verfahren zu beschleunigen kam die Bitte, sich frühzeitig bei den Ausbildungsstellen zurückzumelden.
Fazit
Mit Blick auf die Ergebnisse zeigt sich, dass die AnwärterInnen-Ausbildung in Niedersachsen auf einem guten Weg ist. Der Bund Deutscher Forstleute bleibt engagiert, die Ausbildung weiter zu fördern und die Fachkräfte von morgen optimal zu unterstützen.
LV