Aktuelle Infos zu den Tarifverhandlungen im TV-L / Demonstrationsaufruf!
Hallo BDF Mitglieder,
wie Ihr sicherlich alle mitbekommen habt, hat die Tarifrunde der Beschäftigten im öffentlichen Dienst vor Kurzem begonnen. Die Arbeitgeberseite wird dabei vom Vorstand der TdL vertreten. Der dbb - zu dem auch der BDF Niedersachsen gehört - wird zusammen mit anderen Gewerkschaften in den Verhandlungen von Verdi repräsentiert. Die Forderungen der Arbeitnehmerseite findet Ihr unten.
Die erste Verhandlungsrunde war am 03. Dezember in Berlin. Die zweite Verhandlungsrunde findet in Kürze am 15. & 16.01.2026 in Potsdam statt, für die dritte Runde ist bereits der 11. bis 13. Februar als Termin vereinbart.
Zwischen den Verhandlungsrunden 2 & 3 wird der dbb zu einer Demonstration aufrufen, zu welcher der BDF eingeladen werden wird. Diese Demo findet am 04. Februar in Hannover statt, Beginn ist um 11:15 Uhr auf dem "Schützenplatz" mit dem Ziel "Ernst-August Platz".
Bei der letzten Demo vor ca. 2 Jahren wurde das Engagement des BDF hochgelobt, die Jagdhörner wurden mit großer Begeisterung zu Kenntnis genommen. Eine rege Beteiligung von Euch wäre sehr schön, daher möchte ich euch schon jetzt bitten den Termin in der ersten Februarwoche in Hannover im Hinterkopf zu behalten. Letztlich geht es um Eure Arbeitsbedingungen!
Forderungen der Arbeitnehmerseite:
Entgelt:
- Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von 12 Monaten
- Erhöhung der Zeitzuschläge gemäß § 8 Abs. 1 TV-L um jeweils 20 Prozentpunkte und Errechnung auf der Basis der individuellen Stufe, mindestens jedoch der Stufe 3
- Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Studierenden, Praktikantinnen und Praktikanten um 200 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 12 Monaten
Auszubildende und Studierende:
- Übernahme der Auszubildenden und dual Studierenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung unbefristet und in Vollzeit im erlernten Beruf
- Tarifierung der Arbeitsbedingungen der studentischen Beschäftigten, insbesondere: einheitliches Mindeststundenentgelt von 17 Euro im ersten Beschäftigungsjahr, 18 Euro im zweiten Beschäftigungsjahr und 19 Euro ab dem dritten Beschäftigungsjahr (Beginn ab dem ersten Arbeitsvertrag); Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten für jeden einzelnen Vertrag; Mindeststundenumfang von 40 Stunden pro Monat (Unterschreitung nur auf Antrag der Beschäftigten)
Außerdem erwartet der dbb von der Arbeitgeberseite:
Beschäftigte:
- Angleichung der Arbeitsbedingungen im Tarifgebiet Ost an das Tarifgebiet West, insbesondere: Regelung zur ordentlichen Unkündbarkeit, Angleichung der Arbeits-zeit an Unikliniken
- Erhöhung der Attraktivität der Arbeitsbedingungen im Länderbereich, insbesondere durch stufengleiche Höhergruppierung und Erhöhung der Wechselschicht- und Schichtzulagen nach dem Vorbild des TVöD
- Mitgliedervorteilsregelung: ein zusätzlicher freier Tag für Gewerkschaftsmitglieder
- Einführung eines Sonderkündigungsrechts der Sonderregelungen für Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst (§ 52 TV-L)
- Einstieg in Verhandlungen zur Reform der Entgeltordnung Länder
- Umsetzung der Verhandlungszusage zum TV EntgO-L aus 2019, insbesondere zur vollständigen Einführung der Paralleltabelle für tarifbeschäftigte Lehrkräfte Auszubildende, Studierende, Praktikantinnen und Praktikanten:
- Übernahme in Stufe 2 der jeweiligen Entgeltgruppe nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung
- Mobilitätszuschuss als Wahlmodell: Übernahme des Deutschlandtickets oder Tank-kostenzuschuss in Höhe von 50 Euro
- Tarifierung der paxisintegriert dual Studierenden Beamtinnen und Beamte, Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger:
- zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Verhandlungsergebnisses auf die Beam-tinnen und Beamten sowie Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsemfänger der Länder und Kommunen
Mit besten Grüßen,
Björn Staggenborg