Waldspaziergang mit der niedersächsischen SPD
Am 17. April trafen sich der Vorsitzende des BDF Niedersachsen, Jochen Schulze Pellengahr, und sein Stellvertreter Björn Staggenborg zum Waldspaziergang in der Bezirksförsterei Wittlage- Ost mit Sebastian Penno und Guido Pott von der niedersächsischen SPD.
Herr Penno hat im Landtag die Funktion als forstpolitischer Sprecher der SPD, Herr Pott ist umweltpolitischer Sprecher und sitzt im Umweltausschuss des Landtages.
"Kennenlernen im schönsten Arbeitsplatz Niedersachsens" war der Tenor des Vormittages, wobei die Förster den Gästen einige fachliche Dinge näherbringen konnten. Ziel eines Berufsverbandes sollte es sein, für die Politiker als eine wichtige Informationsquelle zu gelten, wenn es um Fragen zu Wald und Jagd geht.
Die Wanderung führte entlang des Glanebaches zu unterschiedlichen Waldbildern. Jochen Schulze Pellengahr erklärte an deren Beispiel, was den Kleinstprivatwald (oftmals wenige hundert Quadratmeter je Waldbesitzer) seines Revieres ausmacht: Immer wieder haben die Waldbesitzer wenig Kenntnisse über ihren Wald, Eigentumsgrenzen im Gelände sind nur durch „natürliche“ Gegebenheiten wie einzelne markante Bäume, Baumartenwechsel oder Wege zu erkennen. Durch die sehr kleinen Eigentumsstrukturen gibt es eine Vielzahl von Ideen der Eigentümer zum Umgang mit ihrem Wald. „Eine hohe Biodiversität an Waldbesitzern“, wie es der Kollege zu bezeichnen pflegt. Entsprechend „bunt“ war der Gang entlang des Glanebaches.
Hier konnte die Brücke zu den Landesforsten geschlagen werden, welche nicht mit diesen kleinen Eigentumsstrukturen zu kämpfen haben, aber über das LÖWE-Programm eigentlich genau diese kleinflächigen Strukturen im Waldbild seit den 1990ern fordern. „Zehn Hektar Fichte aus einem Guss waren leicht zu managen, diverse Baumarten in der herrschenden Schicht, dazu eine differenzierte vertikale Struktur erfordern hingegen ein hohes Maß an handwerklichem Geschick.“
Zusätzlich steigt der Anspruch an die Arbeit - sowohl im Privatwald wie auch im Landeswald - durch die öffentliche Wahrnehmung und den Klimawandel stetig. Am heutigen Bild des Harzes lässt sich auf den Flächen der Landesforsten erkennen, dass wir zu Zeiten des Klimawandels Getriebene sind. Ziel muss es sein, die Geschwindigkeit des Waldumbaus im Privatwald und Landeswald deutlich zu steigern!
Dies kann nur mit einer angepassten Personalausstattung funktionieren: Mit größeren Revierstrukturen, wie ursprünglich von den Landesforsten im Harz geplant, werden wir den heutigen und künftigen Herausforderungen nicht gerecht werden können.
Euer Landesverband Niedersachsen
Fotos: Björn Staggenborg